Aktuelles

Für Heimatinteressierte, Geschichts- und Ahnenforscher ist ein absoluter Fundus der digitalisierte

 „Schlesische Gebirgsbote“ aus den Jahren 1948 bis 2016 

Nach offizieller Zählung ist es bereits der 73. Jahrgang, in welchem der Schlesische
Gebirgsbote, die Heimatzeitung der Vertriebenen aus dem Osten des Riesengebirges,
erscheint. Mit Beginn des Jahres 2017 ist die Herausgabe der Zeitung von ROCO Druck
Wolfenbüttel an den Goldammer-Verlag Rothenburg übergegangen und innerhalb des
Arbeitskreises Landeshut war am Ende dieser Ära der Vorsatz gewachsen, dem Leser diese
gewaltige Fundgrube heimatkundlichen Wissens über den „stillen Riesengebirgsosten“ in
digitaler Form anzubieten. Den lang gehegten Wunsch eben dieser Digitalisierung
heimatgeschichtlicher Aufsätze, von Wissenswertem über Mundart, Sitten und Gebräuche,
von Reiseberichten und Lebenserinnerungen, haben wir nun in die Tat umgesetzt. 1.398
Ausgaben des Schlesischen Gebirgsboten, die im Zeitraum 1950 bis 2016 mit nahezu 26.000 bedruckten Seiten erschienen sind, können künftig bequem und ortsunabhängig eingesehen werden.

 

Wolfenbütteler Memorandum 2020
Die Heimat im Herzen, die Zukunft im Blick – 70 Jahre Arbeitskreis Landeshut

Im Jahre 1950 konstituierte sich der Arbeitskreis Landeshut anläßlich des ersten Kreisheimattreffens der Heimatvertriebenen aus dem östlichen Riesengebirge in Wolfenbüttel und entwickelte sich sehr bald zu deren Interessenvertretung. In der unmittelbaren Folgezeit übernahmen 1951 die Stadt Wolfenbüttel für die Stadt Landeshut und 1952 der Kreis Wolfenbüttel für den Kreis Landeshut die Patenschaft.
Seit Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts knüpften einzelne Vertreter der
Vertriebenengeneration die ersten Bande zu den im Landeshuter Raum verbliebenen Deutschen, aber auch zu den dort mittlerweile seßhaft gewordenen Polen.
Die politische Wende in Polen ermöglichte 2001 eine vom Arbeitskreis Landeshut maßgeblich mitinitiierte Städtepartnerschaft zwischen Wolfenbüttel und Landeshut/Kamienna Góra. Damit endete in gewisser Weise ein in der Nachkriegszeit begonnenes Kapitel der Geschichte, und ein neues wurde eröffnet.
Bei allen Wandlungen im Verhältnis zum Osten hielten und halten uns bis heute Patenstadt und Patenkreis die Treue. Darüber hinaus gelang es dem Arbeitskreis, ein stabiles, dialogfreudiges und zunehmend vertrautes Verhältnis zu wichtigen politischen und kulturellen Entscheidungsträgern in der alten Heimat zu etablieren. Davon zeugen die Übergabe der Heimatstube als Dauerleihgabe an das Webereimuseum in Landeshut/Kamienna Góra im Jahre 2013 und die deutsch-polnische Feier des 40.
Kreisheimattreffens in Landeshut/Kamienna Góra im Jahre 2017.
So können wir nach 70 Jahren eine zufriedenstellende Bilanz ziehen. Gleichzeitig müssen wir aber auch der Tatsache Rechnung tragen, daß die sog. Erlebnisgeneration, die in den vergangenen Jahrzehnten
den Arbeitskreis geprägt und getragen hat, dafür nun nicht mehr zur Verfügung steht und die Nachkommen mehr und mehr in die Verantwortung gerufen sind. Das stellt uns vor die grundsätzlichen Fragen, ob nach 70 Jahren eine Weiterarbeit noch sinnvoll ist und welche Vision dieser zugrundeliegen könnte.
Diesen Fragestellungen haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises Landeshut auf ihrer Sitzung am 18. 7. 2020 in Wolfenbüttel ausführlich gewidmet und sich in großer Einmütigkeit zu einer Weiterarbeit bekannt. Noch birgt das deutsch-polnische Verhältnis, im großen wie im kleinen, ein u. A. n. noch nicht voll ausgeschöpftes Verständigungspotential in sich. Gerade in den letzten Jahren häufen sich auf
Regierungsebene Mißverständnisse, aber auch unterschiedliche Vorstellungen einer gemeinsamen europäischen Zukunft. Davon ausgehende Gefährdungen für die schon erreichte Versöhnung zwischen Deutschen und Polen wollen wir im Blick auf das Landeshuter Gebiet verhindern. Wir lassen uns dabei von dem Gedanken leiten, daß die Begegnung von Mensch zu Mensch einer wirklichen Versöhnung am dienlichsten ist. Weiterhin glauben wir, daß die Menschen, deren Wurzeln in Stadt und Kreis
Landeshut liegen, und die Menschen, die sich dort nach dem II. Weltkrieg verwurzelt haben, einen natürlichen gemeinsamen Bezugspunkt besitzen, von dem sich ein ebenso gemeinsames Interesse an einer guten Entwicklung dieses Gebietes ableitet. Das uns einende Verbundensein mit einem kleinen Stück dieser Erde kann so im wahrsten Sinne des Wortes eine Polen und Deutsche verbindende „Weltanschauung“ stiften, in deren Lichte sich alle Unterschiede in der Lebensart relativieren. Deshalb
wollen wir in der Zukunft noch intensiver mit den polnischen Bewohnern im Landeshuter Gebiet zusammenarbeiten, zusammen feiern und uns so gegenseitig näherkommen. Dabei soll der Arbeitskreis Landeshut selber auch in sich und seiner Struktur dieses Näherkommen glaubwürdig verkörpern. So haben wir bereits damit begonnen, polnische Mitglieder in unsere Reihen aufzunehmen, und hoffen, dies auch in der Zukunft fortsetzen zu können, um so selbst zu einem deutsch-polnischen Forum zu werden.
Wir stellen in den letzten Jahren erfreut fest, wie sich die polnischen Bewohner mehr und mehr wirklich im Ostriesengebirge beheimaten und dabei die deutsche Vergangenheit als Teil ihrer eigenen ansehen. Dies wollen wir fördern und begleiten. Genauso notwendig erscheint uns ein dementsprechendes Bemühen unsererseits, die inzwischen 75-jährige polnische Gegenwärtigkeit im östlichen Riesengebirge als Teil der historisch gewachsenen Identität unserer Heimat zu bejahen, um aus dieser Akzeptanz heraus eine gemeinsame europäische Zukunft zu entwickeln. Dabei müssen wir bekennen, daß uns dort, wo unsere heimatlichen Wurzeln liegen, auch manches fremd geworden ist. Dieses Fremdsein wollen wir mit Hilfe unserer polnischen Freunde überwinden. Das wird umso besser gelingen, je stärker wir der polnischen Bevölkerung nicht nur als Touristen und Gäste willkommen sind, sondern in ihrem Lebenshorizont als Teil der gemeinsamen Heimat angesehen
werden. Dies wollen wir uns durch ungebrochenes Engagement für die gemeinsame Heimat und durch noch stärkeres Einfühlungsvermögen in die uns manchmal noch fremde polnische Lebenswelt erarbeiten.
Unser Tun soll aber nicht nur heimatlicher Selbstbezogenheit dienen, sondern im Dienste der Völkerverständigung insgesamt stehen. Dabei kommt in unseren Augen der deutsch-polnischen Freundschaft für die Verwirklichung des europäischen Gedankens eine hohe Bedeutung zu. Aus diesem Grunde ist uns die Städtepartnerschaft zwischen Wolfenbüttel und Kamienna Góra ein Herzensanliegen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, uns nach Kräften in diese einzubringen und diese damit zu stärken. Danken möchten wir schließlich allen, die unsere Arbeit in den letzten 70 Jahren unterstützt haben, natürlich zuerst der Patenstadt und dem Patenkreis. Sie waren uns und unseren ausgetriebenen
Vorfahren eine zuverlässige Ersatzheimat. Das werden wir nicht vergessen! Im Bewußtsein bleibender Treue unserer Paten blicken wir nun stärker in den Osten. Wir tun dies ohne Bitterkeit, ohne nationalistische Revanchegelüste, ohne Ansprüche irgendwelcher Art, sondern in der Freude derer, die sehen, wie vieles sich in den letzten Jahren zum Guten gewandelt hat, und im Bewußtsein, dort auf eine immer größere Zahl von Freunden zu treffen, die unsere Heimatliebe verstehen, teilen und mit
uns gemeinsam eine gute Zukunft für die Stadt und den Kreis Landeshut/Kamienna Góra anstreben.
Wolfenbüttel, den 18. 7. 2020 Arbeitskreis Landeshut

 

 

Wir benötigen dringend Ihre Hilfe für die Sicherung der heimatlichen Arbeit !

Mitgliedsantrag zur Förderung des Arbeitskreises Landeshut

Werden Sie Fördermitglied und unterstützen Sie durch Ihre Beiträge die

  • Interessenvertretung der Heimatvertriebenen aus dem östlichen Riesengebirge und deren Nachkommen,
  • aktive Förderung der Partnerschaftsarbeit der Stadt Wolfenbüttel mit Landeshut/Kamienna Góra,
  • Fortführung der Aufgaben des „Landrat-Dr.-Fiebrantz-Hilfswerkes“,
  • Sammlung und Archivierung insbesondere von geschichtlichen Daten und Berichten des Raumes Landeshut.

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Der jährliche Förderbeitrag beträgt 50,- € und ist bis zum 31. März des laufenden Jahres zu begleichen, im Eintrittsjahr innerhalb von 2 Wochen.

Per Dauerauftrag überweisen Sie bitte auf das Konto:

Arbeitskreis Landeshut

IBAN: DE64 1001 0010 0196 8601 24

BIC: PBNKDEFFXXX (Postbank Berlin)

Betreff: Mitgliedsbeitrag

Ort, Datum: Unterschrift:

Bitte senden sie Ihren Antrag an: Roswitha Reinhold, Madeler Weg 3, 39291 Möser oder per E-Mail an: roswitha-reinhold@gmx.de

Die Fördermitgliedschaft verlängert sich von Jahr zu Jahr. Eine Kündigung ist jederzeit möglich. Bezahlte Mitgliedsbeiträge können nicht zurück erstattet werden.

*Ich erkläre mich aufgrund meiner Fördermitgliedschaft ausdrücklich damit einverstanden, daß meine angegebenen persönlichen Daten zum Zwecke der Verwaltung gespeichert werden, den übrigen Arbeitskreis- und Fördermitgliedern bekannt gegeben, in ein Mitgliederverzeichnis aufgenommen und gegebenenfalls in der Heimatzeitung „Schlesischer Gebirgsbote“ veröffentlicht werden können.

Um über unsere Aufgabe auf dem Laufenden zu bleiben, erhalten Sie als Fördermitglied:

 Das Sitzungsprotokoll der jährlich stattfindenden Arbeitskreissitzung

Sie können einen schriftlichen Antrag an den Arbeitskreis stellen, der zwingend in der    Jahreshauptversammlung behandelt werden muss

Sie bekommen die erstellten Rundbriefe, die über die ehrenamtliche Arbeit berichten (ca. 2-3 mal pro Jahr 

Sie bekommen den jährlichen Rechenschaftsbericht

Sie bekommen einen Fördererausweis

 

 

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„Weihnachtsgeld 2017“

Was macht eigentlich das Landrat-Dr.-Fiebrantz-Hilfswerk ?

In den letzten Jahren ist es um das Hilfswerk der Ostriesengebirgler still geworden. Dankenswerterweise gibt es immer noch ein paar unverdrossene treue Spender. Aber seit wir vor ein paar Jahren die Konten von Arbeitskreis und Hilfswerk zusammengelegt haben, ist hier und da der Eindruck entstanden, das Hilfswerk sei ein Auslaufmodell. Selbstkritisch müssen wir einräumen, dass wir in der Vergangenheit zu wenig getan haben, um diesem Eindruck zu wehren. Das soll sich ändern! Denn die Aufgaben unseres Hilfswerks werden in Zukunft nicht geringer werden.

Zunächst aber sei hervorgehoben, dass das Dr.-Fiebrantz-Hilfswerk in der Heimat drüben bei den noch verbliebenen Deutschen längst nicht vergessen ist, sondern Jahr für Jahr erhalten unsere Landsleute durch das Hilfswerk Weihnachtsgeld, in den letzten Jahren 40,-€ pro Person. Noch sind es etwa 15 Deutsche, denen wir mit dieser Unterstützung eine kleine Freude machen können.

In diesem Jahr haben wir unsere Anwesenheit vor Ort während des 40. Kreisheimattreffens genutzt, um einige Landsleute damit zu überraschen. Die Verteilung des restlichen Geldes übernimmt in bewährter Weise die Familie Lamek aus Krausendorf.

Leider ist das Spendenaufkommen für unser Hilfswerk derzeitig so gering, dass hier der Arbeitskreis unterstützend eingreifen musste. Deshalb die dringende Bitte an die Leser dieser Seiten: Vergessen Sie unser Landrat-Dr. Fiebrantz-Hilfswerk nicht ! Jede Spende kommt den Menschen in der Heimat zugute. Bitte vermerken sie dazu auf der Überweisung ausgrücklich „Landrat-Dr.-Fiebratz-Hilfswerk“.

Spenden bitte auf das Konto: Arbeitskreis Landeshut

Iban: DE64 100 100 100 196 860 124 BIC: PBNKDEFF

 

 

Übergabe der Exponate der Landeshuter Heimatstube an das Webereimuseum Landeshut/Kamienna Góra am 4. Oktober 2013 – Bericht in „Schlesien Heute“ 12/2013:

 Gedenktafel für den Schöpfer des Brandenburger Tores Carl Gotthard Langhans

Am Freitag, dem 24. Oktober 2014, enthüllte der Bürgermeister der Stadt Krzysztof Šwiatek feierlich eine Gedenktafel am Geburtshaus von Carl Gotthard Langhans, dem bedeutendsten Sohn der Stadt, in Anwesenheit von Rainer Sachs, Kulturattaché des deutschen Generalkonsulats in Breslau und dem Initiator dieser Veranstaltung, dem Regionalhistoriker Józef Chéç.

Gedenktafel

Des Weiteren erschien aus diesem Anlass eine Ansichtskarte.

oben links: die nicht mehr vorhandene Gedenktafel, die im Jahre 1933 enthüllt wurde; rechts: das Brandenburger Tor; unten links: die Gedenktafel; rechts: historische Ansicht des Geburtshauses.

 

 

 

 

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