Dittersbach städt.

 

Dittersbach städt. liegt 13 km südwestlich von Landeshut an der früheren Eisenbahnstrecke Landeshut-Schmiedeberg. Von hier aus gelangte man am bequemsten über den Schmiedeberger Pass zu den Grenzbauden und weiter zur Schneekoppe.

Die Schillerbaude stand auf der höchsten Stelle des Schmiedeberger Passes und wurde Ende der 1950-er Jahre abgerissen. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Parkplatz. Besitzer des Gast- und Logierhauses war Richard Lata.

Der Paßkretscham (Besitzer: Böhmelt aus Dittersbach städt., später Hermann Friese)

Der Paßkretscham gehörte zwar postalisch zu Schmiedeberg, wurde aber ebenso wie die Schillerbaude gern als Ausflugsort besucht, besonders gern von den Dittersbachern und Haselbachern. Er ist ca. 1460 errichtet worden und lag an der alten Schmiedeberger Paßstraße. Als man noch mit Postkutschen reiste, wurde hier Station gemacht, um die Pferde zu wechseln. Nach dem Bau der neuen Paßstraße wurde am höchsten Punkt dieser Straße eine neue Baude errichtet, die Schillerbaude. Der Paßkretscham lag auf der gegenüberliegenden Seite, etwas unterhalb der neuen Paßstraße. Auch er ist heute nicht mehr vorhanden. Ein Brand hat ihn vernichtet.

Der Passkretscham - Gastzimmer

Gasthof "Zur Riesengebirgsbahn" (Besitzer August Renner)

rechts: Gasthof "Zur Riesengebirgsbahn" mit Saal

Gasthof "Zum Raben" (Besitzer Willy Peißker)

Gasthof "Zum preußischen Adler" (Inhaberin Ernestine Konrad)

Die Bahnhofsgaststätte (Besitzer: August Schiller)

Der Bahnhof

Einweihung der Bahnstrecke Hirschberg - Schmiedeberg- Landeshut am 5. Juni 1905

Der Tunnel

Die Bahnstrecke Hirschberg – Schmiedeberg – Landeshut wurde nach 5-jähriger Bauzeit am 5. Juni 1905 feierlich eröffnet. Große Schwierigkeiten bereitete der Bau des 1025 m langen Tunnels durch den Landeshuter Kamm. Dieser Tunnel, der zu den längsten der Riesengebirgsbahnen gehörte und dessen Durchfahrt über fünf Minuten dauerte, liegt zwischen den Stationen Dittersbach städt. und Oberschmiedeberg. Nachdem die Bahn in den ersten Jahrzehnten mit Dampflokomotiven betrieben wurde, erfolgte 1933 die Umstellung auf elektrischen Betrieb.

Der Zug von Landeshut fährt ein

Haus Nr. 35 - Familie Heinrich Wolf

Haus Nr. 57 - Familie Pfeiffer

Haus Nr. 64 - Familie Härting

Walther Härting

 

 

Sehr bekannt war in Dittersbach städt. und Umgebung die “Armaturenfabrik und Apparatebau” des Walther Härting.

von links nach rechts: Fabrik, Haus Nr. 64 (Härting), Haus Nr. 66 (Peisert)

Haus Nr. 78 - Familie Adolf Güttler

Haus Nr. 83 - Mühlenbesitzer und Bäckermeister Fritz Enkelmann

Haus Nr. 88 - Familien Lehmer und John

Haus Nr. 96 - Die Oberförsterei

In diesem Haus wohnte Paul Springer mit seiner Familie. Er bekleidete mehrere Ämter. Er war Oberförster, Amtsvorsteher und von 1926 – 1943 auch Standesbeamter.

Das Dittersbacher Schulgebäude

Bis zum Jahr 1742 gingen die Kinder der Gemeinde Dittersbach städt. zum Teil in die Schule nach Ober-Haselbach oder in die damals sehr bekannte katholische Schule in Schmiedeberg. 1742, d. h. mit der Gründung der evangelischen Kirchengemeinde Ober-Haselbach, wurde auch in Dittersbach städt. ein Lehrer angestellt. Als Schule diente damals das Haus Nr. 41. Im Jahre 1749 erwarb die Gemeinde ein Haus, in welchem die Kinder bis zum Jahr 1820 unterrichtet wurden. Da dieses Schulgebäude im Laufe der Jahre wegen der wachsenden Zahl der Schulkinder zu klein wurde, suchte die Gemeinde dringend ein neues Haus. Obwohl ihr 1803 von dem damaligen Ortsrichter und Scholtiseibesitzer Büttner ein Bauplatz geschenkt wurde, auf welchem das neue Schulhaus errichtet werden sollte, kam der Bau wohl wegen fehlender finanzieller Mittel nicht zustande. Erst im Dezember 1819 erwarb die Gemeinde das Rabesche Grundstück Nr. 55. Die feierliche Einweihung des neuen Schulhauses erfolgte am 31. Mai 1820. Etliche Umbauten wurden im Laufe der Jahre vorgenommen. Aber auch dieses Haus wurde bald den Anforderungen nicht mehr gerecht. Nach 1900 wurde daher ein neues Schulgebäude errichtet, in dem die Dittersbacher Kinder bis zum Kriegsende unterrichtet wurden.

Schülerinnen und Schüler der Dittersbacher Schule mit ihrem Lehrer Hadamzik (Aufnahme: 1933)

Das Kriegerdenkmal

 Die feierliche Einweihung des Kriegerdenkmals erfolgte am 21. Juni 1925.

Einweihung des Kriegerdenkmals

Einweihung des Kriegerdenkmals

Bilder aus dem Alltagsleben (Arbeiten und Feiern)

Bei der Heuernte

Arbeiter auf dem Fabrikhof der Armaturenfabrik

Feuerwehrfest

Festumzug 1. Mai 1938

25-jähriges Stiftungsfest des Dittersbacher Gesangvereins "Frohsinn" (1927)

Dittersbacher Spinnstube

Dittersbacher Spinnstube

Dittersbacher Spinnstube

 

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