Hotels und Gaststätten

In Landeshut gab es früher fünf Hotels: Hotel “Drei Berge”, Hotel “Germania”, Hotel “Kaiserhof”, Hotel “Wallisch” und Hotel “Zum Raben”. Um 1938 wurde das Hotel “Drei Berge” leider geschlossen.

Markt 14 - Hotel "Drei Berge"

Um 1890 gehörte das Hotel der Familie Seidemann, später Paul Reichstein und danach der Familie Schulz. Um 1938 wurde das Hotel geschlossen und zu Geschäftsräumen ausgebaut. Leo Stanietz und Frau verlegten ihr Ladenlokal von Markt 7 hierher.

von rechts: Hotel Germania und Konditorei Bettermann

Das Hotel “Germania” lag an der Friedrichstraße Nr. 15 und gehörte Oskar Pohl. In diesem Haus befand sich auch das zweite Landeshuter Lichtspieltheater. (Diese Aufnahme wird mit Genehmigung von Herrn Chec veröffentlicht. Sie stammt aus der Sammlung von Ursula und Josef Chec).

Bahnhofstr. Nr. 16 - Hotel "Kaiserhof"

Das Hotel “Kaiserhof” war in früheren Zeiten das Gästehaus der Firma J. Rinkel AG. Die Bewirtschaftung des Hotels wurde Pächtern übertragen. Bekannte Pächternamen sind Grimmig, Pohl und Siking. Um 1938 führte Eberhard Tepper den Hotelbetrieb.

Friedrichstraße - im Hintergrund das Hotel "Wallisch", Friedrichstr. 1/2

Hotel Wallisch - Innenansicht

Besitzer  des Hotels “Wallisch” war Bruno Ulbrich.  Im jugendlichen Alter von 22 Jahren trat er am 06.09.1896 in die Firma Wallisch in Landeshut ein. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er Alleininhaber. Später gab er die Bewirtschaftung des Hotels an seinen  Schwieger-sohn Ludwig Pfeiffer und dessen Ehefrau Else, geb. Ulbrich ab.

Hotel Wallisch - Innenansicht

In den Räumlichkeiten dieses Hotels tagten u. a. der Landeshuter Ski-Club (Vors. Matzner), der Riesengebirgsverein (Vors. Hornig) und der Tennis-Club (Vors. Hansing).

Markt 13 - Hotel "Zum Raben"

Besitzer des Hotels waren die Familien Reibetanz und Kaufmann. Hier fanden oft die Vergnügungen der Landeshuter Vereine statt.

Hotel "Zum Raben" - Gastzimmer

Gaststätten, Trinkhallen, Konditoreien und Gesellschaftsgärten gab es in Landeshut und Umgebung in großer Zahl.

Am Boberdamm

Nach Schließung des Gasthauses entstand auf dem Gelände eine Fabrik.

An der Boberbrücke

Das "Boberhäusel" an der Boberbrücke (Kober, Vogt)

Das “Boberhäusel” brannte aus nicht geklärter Ursache um 1960 ab.

An der Fürstenallee

Gaststätte "Zur Fürstenallee" - Gartenanlage

 

 

Besitzer dieser Gaststätte waren Valentin Kurstein, später  Oswald Jäger.

 

 

Gaststätte "Zur Fürstenallee" - Innenansicht

Auf dem Burgberg

Gaststätte "Zum Burgberg" (Hermann Peschke, später Oskar Pohl)

Die Gaststätte wurde im Jahre 1926 geschlossen.

Bahnhofstraße 

Bahnhofstr. 1 - Das Boberschlößchen (Inh. Ernst Heinze)

Hirschberger Straße, vormals Leppersdorfer Straße

Gaststätte "Zum Lucker", früher Ober Leppersdorf Nr. 62

Die Gaststätte “Zum Lucker” besaß nach mündlicher Überlieferung den größten Theater-, Konzert- und Tanzsaal im Kreis Landeshut. Der frühere “Lucker-Kretscham” war einst die Hauptgaststätte des Ortes Ober-Leppersdorf, der am 01.10.1928 in die Stadt Landeshut eingemeindet wurde.

Erster Eigentümer der 1766 erbauten Gaststätte war Gottlieb Reichstein. Ihm folgte 1796 Johann Gottlieb Langer. Weitere Eigentümer waren in den folgenden Jahren bis 1861 Johann Gottfried Scharf, Traugott Reuschel und Helene Neumann, geb. Ulber. Anschließend wurde Friedrich Berger Eigentümer, der im Jahre 1870 die Gastwirtschaft seinem Sohn Adolf Friedrich Albert Berger übergab. Dessen Tochter heiratete Fritz Zahn, der seit 1910 die Gast- und Landwirtschaft führte. Am 1. April 1942 übergab er den Betrieb an seine älteste Tochter Hildegard.

Hirschberger Str. 7 - Gaststätte "Zum Lucker"

Gaststätte "Zum Lucker" - Theater-, Konzert-, Vereins- und Gesellschaftssaal

Friedrich Zahn ließ den großen “Luckersaal” im Jahre 1926 bauen. Er war laut mündlicher Überlieferung der größte Saal im Kreis Landeshut. Allein die Tanzfläche hatte eine Größe von 700 qm und die Bühne war 100 qm groß.

Hirschberger Str. 41 - Gasthof zum Goldenen Anker, Besitzer Wilhelm Baumgart, später Richard Baumgart.

Gasthof zum Goldenen Anker, Biergarten

Johnsdorfer Straße

Johnsdorfer Str. 3 (fr. Ober-Leppersdorf Nr. 36), Gasthof "Drei Rosen" (Besitzer: Robert Kinner, Max Taube, Waldemar Baranowski)

Kirchstraße

Kirchstr. 9 - Gasthaus "Weißer Schwan" (Mathilde Raupach, später Felix Huzarsky), daneben das Giebelhaus des Kaufmanns Gustav Hübner, links: das Kreishaus

Kornstraße

Kornstr. 1 - Gasthof "Zur Schneekoppe" (Oswald Wenzel, später Heinrich Klose)

 Langhansstraße, vormals Böhmische Straße

Langhansstr. 16 - Weinhandlung Julius Ulber und Ulbers Weinstuben, später Gasthaus "Traube"

Liebauer Straße

Liebauer Str. 4/5 - Gasthof "Zum Schwarzen Bär" (Rudolf Arglebe, später Josef Lorenz)

Gasthof "Zum schwarzen Bär" - Innenansicht

Moltkestraße

Moltkestr. 2 - Gasthof "Zum Schwarzen Adler" - (Besitzer: Ernst Walter, später Josef Beier)

Der Gasthof wurde um 1965 abgerissen. Heute befindet sich hier eine Dependance des Hotels Krokus. (Diese Aufnahme wird mit Genehmigung von Herrn Chec veröffentlicht. Sie stammt aus der Sammlung von Ursula und Josef Chec).

 Oberstraße

Oberstr. 30 - Gasthof "Zum Kronprinz" (Emil Foest), links vermutl. Klempnermeister Josef Teichmann, Waldenburger Str. 1

Gasthof "Zum Kronprinz" - Kaiser-Saal

Schießhausplatz, später Herbert-Norkus-Platz

Herbert Norkus (1916 – 1932), ein sog. Hitlerjunge, wurde in Berlin bei einer Propaganda-Aktion von Kommunisten getötet. Sein Tod wurde von den Nazis glorifiziert. Die Umbenennung des Schießhausplatzes durch den seinerzeit von den Nazis dominierten Stadtrat wurde von den Landeshutern praktisch ignoriert.

Das alte Schützenhaus

Dieses Haus wurde im Jahre 1931 geschlossen und später zum “HJ-Heim” umgebaut.

Schießhausplatz 3 - Das neue Schützenhaus

Josef Kirsch, der Schützenhauswirt, als Schützenkönig von Landeshut

Schmiedeberger Straße

Schmiedeberger Str. 11 - Milchhalle Gustav Seidel, 1927 - 1938

von rechts: Schmiedeberger Str. 3 - Seifenhandlung Paul Jungfer, später Schokoladengeschäft Beer; Nr. 4 - Paul Schütz, Gold- und Silberwaren, später Augustin Schneider, Obst- und Kolonialwarengeschäft; Nr. 15 - Gasthof "Zu den drei Kronen" (Inh. Heinrich Barthel), später im Besitz der Stadt Landeshut; Nr. 16 - Bäckerei August Kammel, später Bäckerei Max Hansch

Schömberger Straße

Schömberger Str. 14 - Gaststätte "Deutsches Haus" (Auguste Schmidt)

Gaststätte "Deutsches Haus"

Schömberger Str. 38 - Gasthof "Zur Sonne" (Besitzer: Oskar Eblinger)

Dieser Gasthof wurde später umbenannt. Der neue Name lautete: “Preußischer Hof”. Der neue Besitzer war Ernst Förster.

Waldenburger Straße

Waldenburger Str. 25 - Gasthof "Zur Burg" (Franz Blaschke, August Höhmann, Willi Berndt)

Waldenburger Str. 34 - Gasthof "Zu den 3 Linden" (Besitzer Seidel, später Karl Golletz)

Dieses Gasthaus wurde im Jahre 1926 geschlossen. In diesem Haus befand sich später einmal das Arbeitsamt.

Wallstraße 

Wallstr./Ecke Kirchstr. - Gasthaus "Zur Ecke" (Albert Pohl, später Hedwig Pohl

Wallstr. 23 - Gaststätte "Deutsche Reichshalle" (Julius Gutsche, Alois Krupski, Paul Besser)

Beliebte Ausflugsziele

Bethlehem bei Grüssau

Bethlehem, 1,5 km von Grüssau entfernt, war ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Hier befindet sich ein Teich, in welchem ein Pavillon mit Willmann`schen Wandgemälden steht. Dieser Pavillon, welcher den Grüssauer Mönchen als Erholungsort diente, wurde vom Grüssauer Abt Bernardus Rosa erbaut.

Der Wasserpavillon

Göbelberg mit Göbelbaude

Die Göbelbaude wurde von Frau Kaufer bewirtschaftet. Ein beliebter Spaziergang durch den Stadtwald führte zu dieser Baude. Als die Volksheilstätten gebaut wurden, bezog man den Berg mit in das Heilstättengelände ein und die Baude wurde abgerissen.

Kreppelwald

Sehr beliebte Ausflugsziele für die Landeshuter und die umliegenden Dorfbewohner waren wohl die Kreppelwaldbaude und die ein wenig höher gelegene Honigbaude, die sog. “Honigbude”. Errichtet wurden sie im Jahre 1895, als sich die Brüder Karl und Hermann Werner im Kreppelwald ansiedelten. Jeder baute dort eine Baude mit großem Garten.

Im Jahre 1907 vergrößerte Karl Werner die Kreppelwaldbaude, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Martha, geb. Krinke, bewirtschaftete. Karl Werner sowie sein Bruder Hermann starben bereits vor dem 2. Weltkrieg.

Die Kreppelwaldbaude

Ein besonderer Anziehungspunkt war der Kreppelwald Ende Juni bis weit in den Juli, wenn die Erdbeerzeit war. Kreppelwald- und Honigbaude boten während dieser Zeit eine Vielzahl von Erdbeerspeisen an. Dann gab es Erdbeeren mit Schlagsahne, Erdbeereis, Erdbeertorte und Erdbeerbowle.

Beide Bauden sind heute leider nicht mehr vorhanden.

Im Garten der Kreppelwaldbaude

Langer Berg mit König-Friedrich-Baude

Ein beliebter Ausflugsort war auch die König-Friedrich-Baude am Osthang des Langen Berges. Sie wurde von Reichhennersdorf aus bewirtschaftet. Als die Landeshut-Schmiedeberger Bahn gebaut wurde, zog sich der Ausflugsverkehr an den Sonntagen mehr nach Haselbach, Dittersbach städt. und Schmiedeberg hin. Wahrscheinlich lohnte sich daher die Bewirtschaftung der Baude nicht mehr, so dass sie geschlossen wurde.

Ober-Zieder mit dem Gasthaus “Halbe Meile”

Dieses Gasthaus mit Saal und Gesellschaftsgarten war ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel. Bewirtschaftet wurde es von Herrn Abendroth.

Das Gasthaus "Halbe Meile"

Die Schillerbaude am Schmiedeberger Pass

Die Schillerbaude, ein beliebtes Ausflugsziel

Die Schillerbaude im Winter

Die Schillerbaude stand auf der höchsten Stelle des Schmiedeberger Passes und wurde Ende der 1950-er Jahre abgerissen. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Parkplatz. Besitzer des Gast- und Logierhauses war Richard Lata.

Schillerbaude am Landeshuter Pass

 

 


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